Offline-Sicherheit und Privatsphäre

Keine Cloud-Keys, keine Pflicht-Accounts: Alberich rechnet lokal. Was das für Chatkontrolle-Debatten bedeutet — und wo die Grenzen liegen.

Alberich verschlüsselt im Gerät bzw. im Browser. Es gibt keinen Alberich-Account, der deine Tagesschlüssel „mitliest“, und keinen Pflicht-Upload der Tafel.

Was „offline“ hier heißt

  • Krypto-Operationen laufen lokal (Web: in deinem Browser-Tab; Android: in der App)
  • Schlüsseltafeln liegen bei dir (Datei, QR, Speicher der App) — nicht auf einem Alberich-Server als Mirror deiner Secrets
  • Du entscheidest, über welchen Kanal der Cipher transportiert wird (Messenger, Mail, USB, …)

Der Transportkanal kann trotzdem Metadaten sehen (wer mit wem, wann). Alberich ersetzt keinen anonymen Transport.

Chatkontrolle und Client-Side-Scanning

Debatten um anlaßlose Inhaltsprüfung auf Endgeräten betreffen vor allem Dienste, die in den Scan-Pfad eingebunden sind. Eine lokale Chiffre mit Schlüsselmaterial, das der Scanner-Dienst nicht hat, liefert ihm nur Geheimtext — sofern der Cipher überhaupt durch diesen Dienst läuft und nicht vorher abgefangen wird.

Das ist kein juristischer Rat und kein Versprechen gegen staatliche Zwangsmittel. Es ist die technische Banalität: ohne Schlüssel kein Klartext.

Bedrohungsmodell (kurz)

Angreifer Realistisch mit Alberich?
Neugierige Mitleser ohne Tafel Cipher wirkt undurchsichtig
Partner mit alter/falscher Tafel Entschlüsselung scheitert
Kompromittiertes Gerät Klartext und Keys sind erreichbar
Professionelle Kryptoanalyse gegen schwache/opferbare Keys Nicht das Designziel

Gute Praxis

  1. Tafeln nur an vorgesehene Partner, getrennter Kanal vom Alltagschat
  2. Gerät sperren, Backups der Tafel bewußt und verschlüsselt
  3. Gleichen Hauptmodus und dieselbe Tafel (Tafelwort vergleichen); kompletten Spruch senden
  4. Für wirklich sensible Kommunikation zusätzlich Standardwerkzeuge nutzen

Community

Diskussion ohne Marketing-Geschrei: Discord.

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